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>>autor
Liebe
Leserin,
lieber Leser,
«Fuenfzehn» ist mein aktuelles Projekt und
ich freue mich sehr, Ihr Interesse erweckt zu haben. Nachdem ich bereits
im Ausland gelebt habe, aus einem Flugzeug gesprungen bin und die Marathonstrecke
bezwungen habe, war es höchste Zeit, dieses mir so wichtige Projekt
zu verwirklichen. «Fuenfzehn» ist jedoch vielmehr ein Prozeß,
der mich nun schon über Jahre begleitet. Es ist nämlich kein
einfaches Unterfangen, ein Buch zuschreiben. Aus meiner Zeit als Journalist
weiß ich, daß der Qualität der Zeitdruck ein großes
Hindernis stellt. Es ist folglich ein großer Vorteil, daß
dieses Projekt unabhängig ist, der zeitliche Rahmen eine untergeordnete
Rolle verschrieben bekommen hat. Nicht zuletzt wegen meiner Faulheit.
Ich nenne es einfach mal so, da ich kein Kafka, kein Mann oder Brecht
bin. Ich produziere auch nicht wie Bukowski am Fliesband.
Der Enstehungsprozeß einer Geschichte ist bei mir eine sehr komplexe
Symbiose aus bewußten und unbewußten Gedankengängen.
Oft entsteht ein Text durch einen Fluß aus Gedankenströmen.
Da das Flußbett regelmäßig vertrocknet scheint und selten
Wasser trägt, muß die Regenzeit dringend genutzt werden. Ganze
Absätze werden so herunterformuliert, bevor im Anschluß die
eigentliche Arbeit erst beginnt, die Überarbeitung.
«Fuenfzehn» ist eine Sammlung, konstruiert aus verschiedenen
Stilen, scheinbar willkürlich zusammengebunden. So trifft Kurzgeschichte
auf Gedicht, Deutsches auf Englisches und Erfahrenes auf ausgesuchte Themen.
Der schlimmste Vorwurf, den man diesem Projekt vorhalten kann, ist nicht
etwa fehlende Genialität. Ich erwähnte bereits Kafka und andere
Autoren. Es ist der Vorwurf, den ich so gerne der heutigen TV-Landschaft
vorhalte: Belanglosigkeit, das Triviale ohne inhaltliche Substanz als
Entertainment, als Brot und Spiele fürs Volk. Hier wird Konsumentenrente
abgeschöpft, vermarktet und vor allem umgesetzt. Billige Produktion
- Qualität kostet, zumindest Zeit. Aber seien Sie beruhigt, dieses
Geschwür hat mich (noch) nicht befallen. Es ist mir ein inneres Bedürfnis
«Fuenfzehn» zu verwirklichen. Mögen seine Texte auch
zum Teil sperrig wirken, so sind es doch Kompositionen von Wörtern,
deren Existenz eine klare Berechtigung hat.
Mit dieser Seite möchte ich bei Ihnen für dieses Projekt werben
und mich gleichzeitig für Ihre Unterstützung und Ihr Interesse
bedanken. «Fuenfzehn» hat schon ein relativ hohes Alter und
ich werde jetzt, da die Seite im WWW erschienen ist, fleißig an
seiner Vollendung arbeiten. Es gibt noch zahlreiche Themen, die ihre Zeit
verlangen und auf mich warten. In diesem Sinne möchte ich dann endlich
auch Ihre Augen vom Lesen am Bildschirm schonen.
Torsten Möller
>>Lebenslauf
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